Das Mondfahrzeug wurde in der Audi City Berlin vorgestellt

Mission to the Moon: 8 kg Gewicht hat er verloren und gleichzeitig an Audi e-tron Power zugelegt. Nach umfangreichen Tests ist der Mond-Rover Audi lunar quattro bereit, eines der schwierigsten Terrains überhaupt, den Mond, zu erkunden.

Neben der Entwicklung des Mondfahrzeugs ist nun ein weiterer Meilenstein der Mission erreicht: das deutsche Raumfahrt-Team Part-Time Scientists gab in der Audi City Berlin bekannt, dass der Platz in einer Trägerrakete, die den Audi lunar quattro bis Ende 2017 zum 385.000 km entfernten Mond transportieren soll, gebucht ist. Die AUDI AG hat als Technologie-Partner die Mission erfolgreich unterstützt und weitere starke Partner an Bord geholt.

„Wir sind stolz, dem Mond-Rover wichtige Gene der Vier Ringe mitgegeben zu haben: Er ist ein quattro, hat eine e-tron Batterie an Bord, fährt pilotiert und bringt einen intelligenten Materialmix mit.“

Michael Schöffmann, Leiter Audi Getriebeentwicklung

Ab Ende 2017 brechen die Part-Time Scientists zum Mond auf. Bis dahin stehen noch umfangreiche Belastungstests für die beiden Audi lunar quattro und die Landesonde an. Dafür simuliert das Team in den kommenden Monaten die gesamte Mission im Mittleren Osten und nimmt letzte Feinjustierungen vor.

385.000 km zum Mond

Die Sonde wird die Strecke bis zum Mond mit einer Trägerrakete wie zum Beispiel einer Falcon 9 zurücklegen und kann insgesamt 100 Kilogramm transportieren. Neben den beiden Rover nehmen die Part-Time Scientists deshalb auch Forschungsequipment von anderen Partnern mit auf den Mond. Im vergangenen Jahr konnten in diesem Rahmen Projektpartner wie die US-Weltraumbehörde NASA, die europäische Weltraumorganisation ESA oder Wikipedia gewonnen werden, die großes wissenschaftliches Interesse an der Mission haben.

Auf dem Mond wird sich der Audi lunar quattro mithilfe von vier Kameras orientieren. Mit ihnen kann er Gegenstände untersuchen, 3D-Aufnahmen und 360-Grad-Bilder machen. Ein beliebtes Motiv wird dabei der Rover der Apollo 17 Mission sein, der noch immer im Taurus-Littrow Tal steht. In der Nähe der Landestelle von 1972 soll auch ALINA, die Landefähre der Part-Time Scientists, mit zwei Audi lunar quattro ankommen.

Fotos: Robert Schlesinger